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Aktuelle Projekte |
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Anton Karas (1906-1985)Musiker aus Wien.
Am 10. Jänner 2010 jährt sich der Todestag von Anton Karas zum 25. Mal. Aus diesem Anlass erscheint erstmals eine Biographie mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Bildern über den Schöpfer des weltberühmten "Harry-Lime-Themas" aus dem Film "Der Dritte Mann" (1949). Herausgeber: Peter Payer, Werner Chudik Inhalt: Leben und Werk - Persönliche Erinnerungen - Zur Geschichte der Zither - Fotos und Abbildungen aus der Sammlung W. Chudik - Werkverzeichnis & Diskographie. (Erscheinungstermin: 2011)
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Anton Karas, 1950
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Eduard Pötzl: GroßstadtbilderGesammelte Skizzen und Feuilletons.Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Payer.
Eduard Pötzl (1851-1914) war einer der bekanntesten Wiener Feuilletonisten der Jahrhundertwende, der vier Jahrzehnte für das Neue Wiener Tagblatt tätig war und an die 1500 Artikel schrieb. Teile davon erschienen zu Lebzeiten gesammelt bei Mohr und Reclam, neuere Ausgaben gibts bis dato nicht. Der Kommunikationshistoriker Hannes Haas, Verfasser einer biographischen Skizze über Pötzl, nennt seine Arbeit „Journalismus mit ästhetischem Mehrwert“. Als einer der kreativsten und humorvollsten Schreiber
seiner Zeit thematisierte Pötzl v.a. die Großstadtwerdung Wiens
und die damit einhergehenden Veränderungen des Alltagslebens, aber
auch spezifische Wiener Typen und Modernisierungstendenzen in Kunst und
Technik. Seine Artikel erfreuten sich großer Popularität, Karl
Kraus bezeichnete Pötzl als den „humorvollsten Beobachter und
klügsten Kritiker". Die Publikation versammelt erstmals rund 30 seiner besten Feuilletons, das Nachwort informiert über Leben und Werk des heute zu Unrecht vergessenen Journalisten. (Erscheinungstermin: Frühjahr 2011)
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Eduard Pötzl, um 1900
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Abenteuer SpielplatzEntdecke deine Welt
Das Technische Museum Wien (Projektleitung Peter Payer) und der Verlag Annette Betz/Ueberreuter erarbeiten eine Buchreihe, in der 6 bis 10jährigen Kindern grundlegende Kenntnisse über Umwelt, Physik und Technik vermittelt werden. Unterstützt von einer interaktiven DVD werden verschiedenste Themen anschaulich und nachvollziehbar vorgestellt,. Der 2011 erscheinende zweite Band "Abenteuer Spielplatz" widmet sich den unterschiedlichen Geräten am Kinderspielplatz und erklärt deren Funktionsweise und dahinter liegende technisch-physikalische Prinzipien: von Rutsche und Wippe bis hin zu Schaukel und Karussel. Wissenschaftliche Mitarbeit: Laurenz Seebauer, Katharina Jesswein, Bernadette Decristoforo, Peter Donhauser. Text: Susa Hämmerle. Illustrationen: Dorothea Tust. DVD-Produktion: Fa. Imagination. (Erscheinungstermin: Anfang 2011)
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Abenteuer Spielplatz
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Die Stadt und der Lärm.Zur Geschichte des Hörens, Wien 1850-1914.
Ausgelöst von der sich beschleunigenden Industrialisierung und Urbanisierung, lässt sich in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit für die Problematik des Lärms feststellen. Medizinische Fachblätter und führende Tageszeitungen bringen ausführliche Berichte über die neuen akustischen Verhältnisse in den Großstädten. Nerven- und Ohrenärzte sehen sich mit den Auswirkungen der Lärmüberflutung ebenso konfrontiert wie städtische Verwaltungsbeamte und Hygieneinspektoren, die eine deutliche Zunahme an diesbezüglichen Beschwerden registrieren. Ingenieure, Architekten und Städtebauer suchen nach Möglichkeiten der Lärmreduktion, bei Vorträgen und Tagungen über Hygiene und Gesundheitspflege wird der Lärm bzw. dessen Vermeidung zum wichtigen Thema. Das Forschungsprojekt will die gesellschaftlichen Hintergründe dieser Entwicklung erhellen. Es untersucht erstmals – am Beispiel der Stadt Wien – die vergangene auditive Kultur einer europäischen Metropole. Der Untersuchungszeitraum von 1850 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs umfasst jene historische Periode, in der Wien sich zur modernen Großstadt und letztlich viertgrößten Metropole Europas entwickelte. Die ungeheure Dynamik dieser Jahrzehnte, die mit der Demolierung der Basteien ihren visuell wie akustisch eindrucksvollen Anfang nahm, veränderte nicht nur das Stadtbild nachhaltig, sie ließ auch eine neue Gesundheitsorientierung entstehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Rezeption des Lärms hatte. Dabei zeigt sich, nicht zuletzt in den Reaktionen auf die sich formierende Lärmschutzbewegung, eine grundsätzliche Ambivalenz gegenüber dem Lärm. Dieser stellt sich als komplexes Phänomen dar, an dem paradigmatisch Fragen der Großstadtentwicklung, der Kultur- und Zivilisationskritik, aber auch soziale und ökonomische Konflikte abgehandelt werden. Die eingeschlagenen Strategien zur Bewältigung des Lärmproblems erweisen sich als Teil einer bürgerlich geprägten Wahrnehmungskultur, die entscheidend beitrug zur sukzessiven Neuordnung und Reglementierung des öffentlichen Raumes. (Forschungsprojekt: in Arbeit)
Vgl. dazu folgende bereits erschienene Artikel von Peter Payer: Vom Geräusch zum Lärm. Zur Geschichte des Hörens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. In: Wolfram Aichinger/Franz X. Eder/Claudia Leitner (Hg.): Sinne und Erfahrung in der Geschichte. Innsbruck-Wien-München-Bozen 2003, S. 173-191. (Tw. wiederveröffentlicht in: Volker Bernius/Peter Kemper/Regina Oehler/Karl-Heinz Wellmann (Hg.): Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören. Göttingen 2006, S. 106-118.) "Großstadtwirbel". Über den Beginn des Lärmzeitalters, Wien 1850-1914. In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS), hg. v. Deutschen Institut für Urbanistik/Berlin, Nr. 2/2004, S. 85-103. Der Klang von Wien. Zur akustischen Neuordnung des öffentlichen Raumes. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG). Nr. 4/2004, S. 105-131. Versuch einer akustischen Topographie: Wien um 1900. In: Wiener Geschichtsblätter. Nr. 1/2005, S. 1-16. Unerwünschte Geräusche. Lärm und Großstadt im 20. Jahrhundert. In: Blätter für Technikgeschichte. Bd. 66/67, 2004/2005, S. 69-94. The Age of Noise. Early reactions in Vienna, 1870-1914. In: Journal of Urban History (JUH). Vol. 33/Nr. 5, July 2007, 773-793. |
Grußpostkarte, um 1900 |
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Wien bei Nacht.Zur Konstruktion eines Stadtimages, 1900-2000.
"Das nächtliche Bild Wiens, wie es sich jetzt von den Höhen und Vorhöhen des Kahlengebirges darstellt, ist nachgerade zu einer Sehenswürdigkeit geworden, die es verdienen würde, in den Reisebüchern besonders vermerkt und den Besuchern Wiens zur Besichtigung empfohlen zu werden." (Reinh. E. Petermann, 1908) Es ware eine völlig neue visuelle Erfahrung, die den Zeitgenossen zur vorvorigen Jahrhundertwende durch die künstliche Beleuchtung der Stadt geboten wurde. Euphorisch sprach man vom "irdischen Sternenglanz" und vom "Lichtermeer", das sich über die ganze Stadt ausbreite. "Wien bei Nacht" zu zeigen, wurde schon bald zu einer erfolgreichen Werbestrategie. Künstliche Effektbeleuchtungen betonten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Standardisierte Nachtbilder entstanden und wurden durch Ansichtskarten in großer Zahl verbreitet. Wie veränderte sich der gesellschaftliche Umgang mit der (großstädtischen) Nacht im 20. Jahrhundert? Wie gestaltete sich ihre touristische Vermarktung? Welche Bedeutung hatte und hat die Nacht für das Stadt-Image von Wien? Derartige Fragen stehen im Zentrum des Forschungsprojekts, das erstmals eine Dokumentation und Analyse des Verhältnisses von Großstadt und Nacht vornimmt, wie es sich im populären Massenmedium der Ansichtskarte widerspiegelt. Als Quellengrundlage dient die umfangreiche Sammlung des Autors bestehend aus ca. 700 Ansichtskarten zum Thema "Wien bei Nacht" aus dem Zeitraum 1890 bis 2008. (Forschungsprojekt: in Arbeit)
Vgl. dazu folgende bereits erschienene Artikel von Peter Payer: Wien bei Nacht. Das Rathaus kam immer vor ... Gespräch mit Hans-Christian Heintschel. In: Perspektiven/Magazin für Stadtgestaltung und Lebensqualität, Heft 1_2/2006, S. 89-92. Wien bei Nacht. Der Westbahnhof bei wechselnder Beleuchtung. In: Kos, Wolfgang/Dinhobl, Günter (Hg.): Großer Bahnhof. Wien und die weite Welt. Ausstellungskatalog des Wien Museums. Wien 2006, S. 166-171. Die Eroberung der Nacht. Urbane Lichtinszenierungen. In: Wolfgang Kos (Hg.): Kampf um die Stadt. Politik, Kunst und Alltag um 1930. Ausstellungskatalog des Wien Museums. Wien 2010, S. 146-153.
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Stefansdom bei Nacht, Ansichtskarte, 1908
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Graf Bobby.Repräsentationen einer Wiener Witzfigur.
"Überall in der Welt werden Witze erfunden
und Witze weitererzählt, doch nur in besonders humorgesegneten Städten
können Witzfiguren entstehen, Phantasiegestalten, die bisher 'herrenlose'
Witze an sich ziehen und zum Erfinden neuer Witze anregen. Eine solche
Figur ist Graf Bobby aus Wien! Der Witz dieser Witze besteht in Bobbys
überraschenden Denkfehlern. Denn Bobby ist kein gewöhnlicher
Dummkopf, sondern ein denkender. Er denk haarscharf am Wesen der Sache
vorbei. Trotz seines englischen Vornamens ist er ein echter Wiener: vom
Zylinder bis zum Lackschuh. Wienerisch ist sein Tonfall, jene unverkennbare
leicht vom Dialekt gefärbte, nasale Sprache, die man 'Schönbrunner
Wienerisch' nennt, wienerisch sind auch seine Gutmütigkeit und sein
Charme. Darum ist er, trotz seiner Beschränktheit, eine liebenswürdige
Erscheinung. Wir lachen über ihn, aber wir lachen ihn nicht aus.
Weil wir ihn gern haben." In den meisten Witzen über Graf Bobby fungieren seine Freunde Graf Rudi und Baron Mucki als Sidekick und Stichwortgeber. Die Figuren wurden vor allem in den 1950 bis 70er Jahren äußerst populär als zahlreiche Anthologien erschienen, Kinofilme (u.a. mit Peter Alexander), Musikkasetten und Schallplatten (u.a. mit Peter Igelhof). "Du, Mucki", fragt Graf Bobby, "weißt du nix, was man dem Grafen Schmeidl zum Geburtstag schenken könnt'?" "Vielleicht ein Buch?" "Ah, geh - ein Buch hat er schon." Das Forschungsprojekt untersucht die Genese dieses Wiener Originals und analysiert seine unterschiedlichen Repräsentationen vor dem Hintergrund der jeweiligen zeithistorischen Ereignisse. (Forschungsprojekt und Ausstellung: in Vorbereitung) |
Publikation, 1940
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