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Aktuelle Termine

 

13.3.2010: Podiumsdiskussion zum Thema "Lärm - die Umweltverschmutzung des 21. Jahrhunderts?", BR-Alpha, Sendereihe "Denkzeit", Beginn: 22.30 Uhr.

16.6.2010: Buchpräsentation "Filme malen. Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek". Wienbibliothek im Rathaus, Lesesaal, 1010 Wien. Beginn: 18.30 Uhr.

 

 

 

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Aktuelle Projekte

 

Filme malen.

Der Wiener Plakatmaler Eduard Paryzek (1915-1998)

 

Eduard Paryzek war einer der führenden Gebrauchsgraphiker der Nachkriegszeit. Seine Filmplakate prägten – neben jenen von Gustav Mezey, Paul Aigner oder Inge Pfister – über Jahrzehnte hinweg das visuelle Erscheinungsbild der Stadt Wien. Im Unterschied zu seinen Kollegen, die sich auch in der kommerziellen Produktwerbung engagierten, spezialisierte sich Paryzek ausschließlich auf Werbemittel für die Film- und Kinobranche. Er schuf Plakate und Fassadenverkleidungen für die großen Wiener Premierenkinos und entwarf Firmenlogos, Einladungen und Filmprogramme für die wichtigsten Verleihfirmen der damaligen Zeit wie Warner Brothers, Rank, Kiba oder Sascha.

In bewährter Manier traf er den Geschmack des Publikums. Eine dramatische Szene aus dem Plot, das Gesicht des Stars, dazu eine passende Schrift: die Ingredienzien eines gelungenen Filmplakats wusste er stets effektvoll zu kombinieren.

Die Publikation, die in enger Kooperation mit der Plakatsammlung der Wienbibliothek im Rathaus entsteht, analysiert Leben und Werk des heute vergessenen Filmplakatmalers vor dem Hintergrund der sich ausbreitenden Populärkultur US-amerikanischen Zuschnitts und dem Aufstieg und Niedergang der Wiener Kinolandschaft.

Herausgeber: Peter Payer.
AutorInnen: Peter Payer, Julia König-Rainer, Robert Buchschwenter.

(Erscheinungstermin: Juni 2010)

 

 

 

 

 

 

Plakatentwurf von E. Paryzek: Unterwelt von Paris, 1954

 

 

 

 

 

 

 

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Anton Karas (1906-1985)

Musiker aus Wien.

 

Am 10. Jänner 2010 jährt sich der Todestag von Anton Karas zum 25. Mal. Aus diesem Anlass erscheint erstmals eine Biographie mit zahlreichen bisher unveröffentlichten Bildern über den Schöpfer des weltberühmten "Harry-Lime-Themas" aus dem Film "Der Dritte Mann" (1949).

Herausgeber: Peter Payer, Werner Chudik

Inhalt: Leben und Werk - Persönliche Erinnerungen - Zur Geschichte der Zither - Fotos und Abbildungen aus der Sammlung W. Chudik - Werkverzeichnis & Diskographie.

(Erscheinungstermin: Herbst 2010)

 

 

Anton Karas, 1950

 

 

 

 

 

 

 

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Eduard Pötzl: Großstadtbilder

Gesammelte Skizzen und Feuilletons.

Herausgegeben und mit einem Nachwort von Peter Payer.

 

Eduard Pötzl (1851-1914) war einer der bekanntesten Wiener Feuilletonisten der Jahrhundertwende, der vier Jahrzehnte für das Neue Wiener Tagblatt tätig war und an die 1500 Artikel schrieb. Teile davon erschienen zu Lebzeiten gesammelt bei Mohr und Reclam, neuere Ausgaben gibts bis dato nicht. Der Kommunikationshistoriker Hannes Haas, Verfasser einer biographischen Skizze über Pötzl, nennt seine Arbeit „Journalismus mit ästhetischem Mehrwert“.

Als einer der kreativsten und humorvollsten Schreiber seiner Zeit thematisierte Pötzl v.a. die Großstadtwerdung Wiens und die damit einhergehenden Veränderungen des Alltagslebens, aber auch spezifische Wiener Typen und Modernisierungstendenzen in Kunst und Technik. Seine Artikel erfreuten sich großer Popularität, Karl Kraus bezeichnete Pötzl als den „humorvollsten Beobachter und klügsten Kritiker".
Pötzl war Vizepräsident des Schriftsteller- und Journalistenverbandes "Concordia", später auch Ehrenbürger von Wien.

Die Publikation versammelt erstmals rund 30 seiner besten Feuilletons, das Nachwort informiert über Leben und Werk des heute zu Unrecht vergessenen Journalisten.

(Erscheinungstermin: Frühjahr 2011)

 

 

Eduard Pötzl, um 1900

 

 

 

 

 

 

 

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Entdecke deine Welt

Kinderbuchserie.

 

Das Technische Museum Wien (Projektleitung Peter Payer) und der Verlag Annette Betz/Ueberreuter erarbeiten eine Buchreihe, in der 6 bis 10jährigen Kindern grundlegende Kenntnisse über Umwelt, Physik und Technik vermittelt werden. Unterstützt von einer interaktiven DVD werden verschiedenste Themen anschaulich und nachvollziehbar vorgestellt, u.a. Sehen, Hören, Spielplatz, Küche.

Der 2010 erschienene erste Band ("Abenteuer SEHEN") beschäftigte sich mit der visuellen Wahrnehmung und den dazu existierenden technischen Hilfsmitteln. Der in Arbeit befindliche zweite Band ("Abenteuer SPIELPLATZ") widmet sich den unterschiedlichen Geräten am Kinderspielplatz und erklärt deren Funktionsweise und dahinter liegende technisch-physikalische Prinzipien: von Rutsche und Wippe bis hin zu Schaukel und Karussel.

Wissenschaftliche Mitarbeiter: Peter Donhauser, Laurenz Seebauer, Katharina Jesswein u.a. , Text: Susa Hämmerle, Illustrationen: Dorothea Tust, DVD-Produktion: Fa. Imagination.

(Erscheinungstermin für Band 2: Anfang 2011)

 

 

Band 1: Abenteuer Sehen, 2010

 

 

 

 

 

 

 

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Die Stadt und der Lärm.

Zur Geschichte des Hörens, Wien 1850-1914.

 

Ausgelöst von der sich beschleunigenden Industrialisierung und Urbanisierung, lässt sich in Europa in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine deutlich erhöhte Aufmerksamkeit für die Problematik des Lärms feststellen. Medizinische Fachblätter und führende Tageszeitungen bringen ausführliche Berichte über die neuen akustischen Verhältnisse in den Großstädten. Nerven- und Ohrenärzte sehen sich mit den Auswirkungen der Lärmüberflutung ebenso konfrontiert wie städtische Verwaltungsbeamte und Hygieneinspektoren, die eine deutliche Zunahme an diesbezüglichen Beschwerden registrieren. Ingenieure, Architekten und Städtebauer suchen nach Möglichkeiten der Lärmreduktion, bei Vorträgen und Tagungen über Hygiene und Gesundheitspflege wird der Lärm bzw. dessen Vermeidung zum wichtigen Thema.

Das Forschungsprojekt will die gesellschaftlichen Hintergründe dieser Entwicklung erhellen. Es untersucht erstmals – am Beispiel der Stadt Wien – die vergangene auditive Kultur einer europäischen Metropole. Der Untersuchungszeitraum von 1850 bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs umfasst jene historische Periode, in der Wien sich zur modernen Großstadt und letztlich viertgrößten Metropole Europas entwickelte. Die ungeheure Dynamik dieser Jahrzehnte, die mit der Demolierung der Basteien ihren visuell wie akustisch eindrucksvollen Anfang nahm, veränderte nicht nur das Stadtbild nachhaltig, sie ließ auch eine neue Gesundheitsorientierung entstehen, die wesentliche Auswirkungen auf die Rezeption des Lärms hatte.

Dabei zeigt sich, nicht zuletzt in den Reaktionen auf die sich formierende Lärmschutzbewegung, eine grundsätzliche Ambivalenz gegenüber dem Lärm. Dieser stellt sich als komplexes Phänomen dar, an dem paradigmatisch Fragen der Großstadtentwicklung, der Kultur- und Zivilisationskritik, aber auch soziale und ökonomische Konflikte abgehandelt werden. Die eingeschlagenen Strategien zur Bewältigung des Lärmproblems erweisen sich als Teil einer bürgerlich geprägten Wahrnehmungskultur, die entscheidend beitrug zur sukzessiven Neuordnung und Reglementierung des öffentlichen Raumes.

(Forschungsprojekt: in Arbeit)

 

Vgl. dazu folgende bereits erschienene Publikation von Peter Payer:

Vom Geräusch zum Lärm. Zur Geschichte des Hörens im 19. und frühen 20. Jahrhundert. In: Wolfram Aichinger/Franz X. Eder/Claudia Leitner (Hg.): Sinne und Erfahrung in der Geschichte. Innsbruck-Wien-München-Bozen 2003, S. 173-191. (Tw. wiederveröffentlicht in: Volker Bernius/Peter Kemper/Regina Oehler/Karl-Heinz Wellmann (Hg.): Der Aufstand des Ohrs - die neue Lust am Hören. Göttingen 2006, S. 106-118.)

"Großstadtwirbel". Über den Beginn des Lärmzeitalters, Wien 1850-1914. In: Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS), hg. v. Deutschen Institut für Urbanistik/Berlin, Nr. 2/2004, S. 85-103.

Der Klang von Wien. Zur akustischen Neuordnung des öffentlichen Raumes. In: Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften (ÖZG). Nr. 4/2004, S. 105-131.

Versuch einer akustischen Topographie: Wien um 1900. In: Wiener Geschichtsblätter. Nr. 1/2005, S. 1-16.

Unerwünschte Geräusche. Lärm und Großstadt im 20. Jahrhundert. In: Blätter für Technikgeschichte. Bd. 66/67, 2004/2005, S. 69-94.

The Age of Noise. Early reactions in Vienna, 1870-1914. In: Journal of Urban History (JUH). Vol. 33/Nr. 5, July 2007, 773-793.

 

Grußpostkarte, um 1900

 

 

 

 

 

 

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Wien bei Nacht.

Zur Konstruktion eines Stadtimages, 1900-2000.

 

"Das nächtliche Bild Wiens, wie es sich jetzt von den Höhen und Vorhöhen des Kahlengebirges darstellt, ist nachgerade zu einer Sehenswürdigkeit geworden, die es verdienen würde, in den Reisebüchern besonders vermerkt und den Besuchern Wiens zur Besichtigung empfohlen zu werden." (Reinh. E. Petermann, 1908)

Es ware eine völlig neue visuelle Erfahrung, die den Zeitgenossen zur vorvorigen Jahrhundertwende durch die künstliche Beleuchtung der Stadt geboten wurde. Euphorisch sprach man vom "irdischen Sternenglanz" und vom "Lichtermeer", das sich über die ganze Stadt ausbreite. "Wien bei Nacht" zu zeigen, wurde schon bald zu einer erfolgreichen Werbestrategie. Künstliche Effektbeleuchtungen betonten die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Standardisierte Nachtbilder entstanden und wurden durch Ansichtskarten in großer Zahl verbreitet.

Wie veränderte sich der gesellschaftliche Umgang mit der (großstädtischen) Nacht im 20. Jahrhundert? Wie gestaltete sich ihre touristische Vermarktung? Welche Bedeutung hatte und hat die Nacht für das Stadt-Image von Wien? Derartige Fragen stehen im Zentrum des Forschungsprojekts, das erstmals eine Dokumentation und Analyse des Verhältnisses von Großstadt und Nacht vornimmt, wie es sich im populären Massenmedium der Ansichtskarte widerspiegelt. Als Quellengrundlage dient die umfangreiche Sammlung des Autors bestehend aus ca. 700 Ansichtskarten zum Thema "Wien bei Nacht" aus dem Zeitraum 1890 bis 2008.

(Forschungsprojekt: in Arbeit)

 

Stefansdom bei Nacht, Ansichtskarte, 1908

 

 

 

 

 

 

 

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Graf Bobby.

Repräsentationen einer Wiener Witzfigur.

 

"Überall in der Welt werden Witze erfunden und Witze weitererzählt, doch nur in besonders humorgesegneten Städten können Witzfiguren entstehen, Phantasiegestalten, die bisher 'herrenlose' Witze an sich ziehen und zum Erfinden neuer Witze anregen. Eine solche Figur ist Graf Bobby aus Wien! Der Witz dieser Witze besteht in Bobbys überraschenden Denkfehlern. Denn Bobby ist kein gewöhnlicher Dummkopf, sondern ein denkender. Er denk haarscharf am Wesen der Sache vorbei. Trotz seines englischen Vornamens ist er ein echter Wiener: vom Zylinder bis zum Lackschuh. Wienerisch ist sein Tonfall, jene unverkennbare leicht vom Dialekt gefärbte, nasale Sprache, die man 'Schönbrunner Wienerisch' nennt, wienerisch sind auch seine Gutmütigkeit und sein Charme. Darum ist er, trotz seiner Beschränktheit, eine liebenswürdige Erscheinung. Wir lachen über ihn, aber wir lachen ihn nicht aus. Weil wir ihn gern haben."
(Herta Singer)

In den meisten Witzen über Graf Bobby fungieren seine Freunde Graf Rudi und Baron Mucki als Sidekick und Stichwortgeber. Die Figuren wurden vor allem in den 1950 bis 70er Jahren äußerst populär als zahlreiche Anthologien erschienen, Kinofilme (u.a. mit Peter Alexander), Musikkasetten und Schallplatten (u.a. mit Peter Igelhof).

"Du, Mucki", fragt Graf Bobby, "weißt du nix, was man dem Grafen Schmeidl zum Geburtstag schenken könnt'?" "Vielleicht ein Buch?" "Ah, geh - ein Buch hat er schon."

Das Forschungsprojekt untersucht die Genese dieses Wiener Originals und analysiert seine unterschiedlichen Repräsentationen vor dem Hintergrund der jeweiligen zeithistorischen Ereignisse.

(Forschungsprojekt und Ausstellung: in Vorbereitung)

 

Publikation, 1940

 

 

 

 

 

 

 

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Das kleine Glück.

Anarchie in der Vorstadt oder Chaos in Suburbia?

 

Wagramer Straße und Triester Straße: Zwei historisch bedeutsame Verkehrswege im Norden bzw. Süden von Wien, die zu ameisenartigen Massenbewegungen verführen. Dem eiligen Autofahrer bleibt nur der verschwommene Blick nach draußen, geleitet durch beschilderte Visitenkarten (Vienna International Center) oder erstaunlich niedrige Häuser, die in einem Meer von rot blinkenden Liebeseinladungen und Satelliten-Dachlandschaften verschwimmen. Im Hintergrund finden sich unterschiedliche Begehrlichkeiten - das kleine Glück im Einfamilienhaus?

Straße ist AusgangsPUNKT, LINIE (Achse) oder FLÄCHE für die Konstitution von Sichtweisen. Straße ist gleichzeitig auch eine lebendige Lokalität, geprägt durch Individuen und Objekte sowohl mit Bezügen zu anderen Orten und Geschichten als auch in der Geschichte liegend. Hauptfrage: Wo(mit) beginnt & Wo(durch) endet Wien?

Das von der Soziologin und Stadtplanerin Susanne Kratochwil herausgegebene Buch geht dieser Frage anhand von kulturwissenschaftlichen Essays, Interviews, kartographischen Analysen, Fotocollagen und Dokumentationen nach. Der erste Teil enthält allgemeine Beiträge über die Stadt, ihr Umland und die sich wandelnde Bedeutung der Straße als öffentlicher Raum. Im zweiten Teil wird sodann das weitere Umfeld der Wagramer Straße und der Triester Straße analysiert.

Die Beiträge von Peter Payer:

- "Hupen verboten!" - Grenzüberschreitungen.

- Der Kampf um die Stimme. Berichte aus der Vorstadt.

(Publikation in Arbeit)

 

Wien-Stadtgrenze